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<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <references> <reference> <a1>Woithe, Julia</a1> <t1>3D-gedrucktes Streuexperiment 脿 la Rutherford</t1> <t2>Plus Lucis</t2> <sn/> <op>28-32</op> <vo>4</vo> <ab>Streuexperimente stellen einen wichtigen Typus von Experimenten in der Hochenergiephysik dar. Mit der Hilfe von Streuexperimenten untersuchen Wissenschaftler*innen die innere Struktur von Teilchensystemen, wie zum Beispiel Atomen oder Protonen, oder die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Teilchen. Dabei wird ein Strahl einer bestimmten Teilchensorte auf ein Streuobjekt gerichtet. Durch die Wechselwirkung zwischen den sogenannten ProjektilTeilchen und den Teilchen innerhalb des Streuobjektes kommt es dann zu Richtungs盲nderungen (elastische Streuung) oder Teilchenumwandlungen (inelastische Streuung), die mit der Hilfe von Detektoren aufgezeichnet werden. Je kleiner die zu untersuchenden Streuobjekte, desto h枚heren Energien ben枚tigt man, um diese Strukturen aufzul枚sen. Daher wurden in der Vergangenheit immer bessere Teilchenbeschleuniger entwickelt, die hochenergetische Projektil-Teilchen f眉r verschiedenste Streuexperimente zur Verf眉gung stellen. Eine detaillierte Beschreibung zur Physik von Streuexperimenten in der Hochenergiephysik fndet sich zum Beispiel in [1]. Eines der ber眉hmtesten Beispiele eines elastischen Streuexperiments ist das sogenannte Goldfolien-Experiment. Geiger, Marsden und Rutherford untersuchten 1909 die Streuung von Heliumkernen an sehr d眉nnen Goldfolien. Dabei analysierten sie die Winkelverteilung der gestreuten Heliumkerne und Rutherford modellierte daraufhin die elektrische Ladungsverteilung im Atom. Die Beobachtungen widerlegten die Annahme, dass die positiven Ladungen im gesamten Volumen des Atoms gleichm盲脽ig verteilt seien. Stattdessen lie脽en sich insbesondere gro脽e Streuwinkel besser mit einem kompakten zentralen Coulomb-Feld modellieren [2]. Die Erkl盲rung ihrer Beobachtungen trug damit wesentlich zur Entwicklung des Rutherford鈥榮chen und sp盲ter des Bohr鈥榮chen Atommodells bei. Das Goldfolien-Experiment stellt damit nicht nur einen Meilenstein der Atomphysik dar, sondern auch ein eindrucksvolles Beispiel der Modellbildung. Nicht zuletzt aus diesen Gr眉nden wird das Goldfolienexperiment in g盲ngigen Physiklehrb眉chern erkl盲rt und sogar die Verteilung der gestreuten ProjektilTeilchen interpretiert [3, 4]. Es ist leider relativ aufw盲ndig und kostenintensiv, das Experiment real nachzustellen. Der Versuchsaufbau von LD Didactic beinhaltet zum Beispiel eine Vakuumpumpe sowie ein 330 kBq Americium-Pr盲parat [5]. Allerdings lassen sich die Grundprinzipien einfach anhand eines mechanischen Modellversuchs nachvollziehen.</ab> <la>ger</la> <k1/> <pb/> <pp/> <yr>2020</yr> <ed/> <ul>http://cds.cern.ch/record/2824637/files/3D-gedrucktes Streuexperiment 脿 la Rutherford.pdf; http://cds.cern.ch/record/2824637/files/3D-gedrucktes Streuexperiment 脿 la Rutherford.gif?subformat=icon; http://cds.cern.ch/record/2824637/files/3D-gedrucktes Streuexperiment 脿 la Rutherford.jpg?subformat=icon-700; http://cds.cern.ch/record/2824637/files/3D-gedrucktes Streuexperiment 脿 la Rutherford.jpg?subformat=icon-180; </ul> <no>Imported from Invenio.</no> </reference> </references>